KOSTEN

Was kostet Werbung auf Facebook und Instagram?

Anders als bei Google sucht hier niemand nach dir. Deine Anzeige taucht zwischen Urlaubsfotos von Freunden auf. Das ändert die Rechnung, und es ändert, wie viel Budget nötig ist, bevor du etwas erkennst.

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Was du hier erfährst
  • Warum die Rechnung anders läuft als bei Google
  • Was tausend Sichtkontakte kosten
  • Was eine Anfrage in der Praxis kostet
  • Welches Budget den Unterschied macht

Warum läuft die Rechnung hier anders?

Bei Google tippt jemand 'Zahnarzt Bochum' ein und klickt auf deine Anzeige. Du zahlst für diesen Klick, und der Mensch wollte genau das. Auf Facebook und Instagram sitzt jemand abends auf dem Sofa, scrollt durch Fotos von Freunden, und zwischen zwei Beiträgen taucht deine Anzeige auf. Er hat nicht nach dir gesucht.

Abgerechnet wird deshalb nicht pro Klick, sondern pro tausend Mal, die deine Anzeige auf einem Bildschirm erscheint. Das heißt: Du zahlst fürs Zeigen, nicht fürs Interesse.

Klingt schlechter, ist es nicht. Tausend Leute zu erreichen ist hier billiger als bei Google. Dafür musst du das Interesse selbst wecken, mit dem Bild und der ersten Zeile. Bleibt der Daumen stehen oder nicht? Da entscheidet sich, ob dein Budget arbeitet oder verpufft.

Was kosten tausend Sichtkontakte?

Im deutschsprachigen Raum liegt die Spanne meist zwischen 4 und 20 Euro je tausend Mal, die deine Anzeige erscheint. Was du zahlst, hängt an drei Dingen: wie eng du die Zielgruppe fasst (alle Frauen im Ruhrgebiet oder nur Frauen ab 40 in Bochum), wie viele Leute beim Motiv stehen bleiben, und wie viele andere Betriebe gerade dieselben Leute erreichen wollen. Vor Weihnachten ist es teurer als im Februar.

Was tausend Sichtkontakte kosten
Breite Zielgruppe, Motiv, an dem man hängen bleibt
4 bis 8 €
Normalfall
8 bis 14 €
Enge Zielgruppe oder Motiv, an dem man vorbeiscrollt
15 bis 25 €

Das Motiv ist der größte Hebel auf deine Kosten. Ein Beispiel aus meiner Praxis: Ein Kosmetikstudio zeigt einmal das Logo mit dem Satz 'Jetzt Termin buchen' und einmal ein Foto der Inhaberin bei der Behandlung mit der ersten Zeile 'Was gegen Rötungen wirklich hilft'. Gleiche Zielgruppe, gleiches Budget. Die zweite Anzeige brachte die Anfrage zu einem Drittel des Preises.

Was kostet eine Anfrage?

Die Zahl, die dich wirklich interessiert. Bei Betrieben vor Ort und Beratungsangeboten sehe ich üblicherweise 8 bis 60 Euro pro Anfrage. Anfrage heißt: Jemand hat nach dem Klick auf deiner Seite Namen und Telefonnummer eingetragen oder einen Termin gebucht.

Die Spanne ist so groß, weil zwei Dinge sie treiben: wie viel Erklärung dein Angebot braucht und wie gut die Seite ist, auf der die Leute nach dem Klick landen. Ein kostenloses Erstgespräch bei einer Ernährungsberaterin bucht jemand für 10 bis 20 Euro Werbekosten. Eine Anfrage für eine Küche über 15.000 Euro kostet eher 50 Euro und mehr, weil sich das niemand zwischen zwei Urlaubsfotos überlegt.

Wichtig: Eine Anfrage von Facebook oder Instagram ist im Schnitt weniger entschlossen als eine von Google. Von zehn Google-Anfragen werden beim Küchenbauer vielleicht drei zum Auftrag, von zehn Instagram-Anfragen eher eine oder zwei. Du brauchst also mehr Anfragen für denselben Umsatz. Dafür sind sie billiger.

Welches Budget brauchst du?

Unter 20 Euro am Tag wird es zäh. Facebook und Instagram probieren in den ersten Wochen aus, wem sie deine Anzeige zeigen: Männern oder Frauen, morgens oder abends, am Handy oder am Rechner. Dafür brauchen sie ein paar Dutzend Anfragen als Rückmeldung. Mit 5 Euro am Tag dauert das so lange, dass du vorher aufgibst.

Realistischer Einstieg für einen Betrieb vor Ort: 600 bis 1.500 Euro Werbebudget im Monat. Damit läuft genug, um nach drei bis vier Wochen zu sehen, welches Motiv und welche Zielgruppe Anfragen bringen und welche nicht.

Dazu kommt die Betreuung, also jemand, der die Anzeigen baut, täglich ins Werbekonto schaut und nachsteuert. Bei mir ab 1.500 Euro pro Monat und Plattform, monatlich kündbar.

Google oder Facebook, wenn das Geld für eins reicht?

Kurze Faustregel: Wenn Leute bei Google nach deiner Leistung suchen, fang mit Google an. Wer ein kaputtes Rohr hat, tippt 'Klempner Notdienst Bochum' ein. Wer einen Anwalt oder eine Werkstatt braucht, sucht auch. Du musst nur dort stehen.

Sucht niemand nach deinem Angebot, weil es keiner kennt, dann Facebook und Instagram. Ein neues Fitnesskonzept, ein Kochkurs, ein Produkt, das es so noch nicht gibt: Das googelt keiner, das muss man den Leuten zeigen.

Beides gleichzeitig auf kleinem Budget ist der häufigste Fehler. 600 Euro auf zwei Plattformen verteilt heißt 300 Euro je Plattform, und damit läuft nirgends genug, um zu erkennen, was funktioniert.

Die ganze Entscheidung mit Beispielen: Google oder Facebook: welche Werbung passt zu meinem Unternehmen? Und wann beides zusammen mehr bringt: Google und Meta kombinieren.

Woher die Zahlen kommen

Die Angaben zur Funktionsweise der Plattformen in diesem Beitrag stützen sich auf deren offizielle Hilfeseiten:

  • Klickpreise und Suchmengen: Google Keyword-Planner (Deutschland, Durchschnitt der letzten zwölf Monate, Abruf August 2026).
Bei Google bezahlst du Leute, die schon nach dir suchen. Bei Facebook und Instagram bezahlst du dafür, dass Leute dich überhaupt bemerken. Dieselbe Summe wirkt deshalb völlig unterschiedlich.

Häufige Fragen

Was kostet Werbung auf Facebook und Instagram im Monat?
Für einen Betrieb vor Ort sind 600 bis 1.500 Euro Werbebudget im Monat ein realistischer Einstieg, dazu die Betreuung. Unter etwa 20 Euro am Tag findet Facebook zu langsam heraus, wem es deine Anzeige zeigen soll, und du siehst erst nach Monaten, was funktioniert.
Was kostet eine Anfrage über Facebook oder Instagram?
Bei Betrieben vor Ort und Beratungsangeboten üblicherweise 8 bis 60 Euro. Ein kostenloses Erstgespräch liegt am unteren Ende, eine Anfrage für einen Kauf über mehrere tausend Euro am oberen. Die Seite, auf der die Leute nach dem Klick landen, macht den zweiten großen Unterschied.
Wird nach Klicks oder nach Sichtkontakten abgerechnet?
In der Regel nach Sichtkontakten, also pro tausend Mal, die deine Anzeige auf einem Bildschirm erscheint. Im deutschsprachigen Raum liegt das meist zwischen 4 und 20 Euro. Du zahlst also fürs Gezeigtwerden, nicht fürs Interesse. Ob jemand beim Scrollen stehen bleibt, entscheidet dein Bild und deine erste Zeile.
Sind Anfragen über Facebook schlechter als über Google?
Im Schnitt weniger entschlossen, ja. Bei Google hat die Person gerade gesucht, bei Facebook wurde sie beim Scrollen unterbrochen. Dafür kostet die Anfrage weniger. Ob das für dich aufgeht, hängt davon ab, ob du Zeit hast, mit Leuten zu telefonieren, die sich noch nicht sicher sind.
Was ist der größte Kostentreiber?
Das Motiv, also Bild und erste Zeile. Zwei Anzeigen im selben Werbekonto mit derselben Zielgruppe können sich beim Preis pro Anfrage um das Dreifache unterscheiden. Ein Logo mit 'Jetzt buchen' verliert fast immer gegen ein echtes Foto aus dem Betrieb mit einem Satz, der ein Problem anspricht.