Was kostet Werbung auf Facebook und Instagram?
Anders als bei Google sucht hier niemand nach dir. Du unterbrichst Leute. Das ändert die Rechnung, und es ändert, wie viel Budget nötig ist, bevor überhaupt etwas Verwertbares passiert.
Kostenloses Erstgespräch ↓- Warum die Rechnung anders läuft als bei Google
- Was tausend Sichtkontakte kosten
- Was eine Anfrage in der Praxis kostet
- Welches Budget den Unterschied macht
Warum läuft die Rechnung hier anders?
Bei Google zahlst du für Klicks von Leuten, die gerade suchen. Bei Facebook und Instagram zahlst du dafür, dass deine Anzeige jemandem gezeigt wird, der gerade gar nichts von dir wollte.
Abgerechnet wird deshalb nicht pro Klick, sondern pro tausend Sichtkontakte. Das heißt: du zahlst fürs Zeigen, nicht fürs Interesse.
Klingt schlechter, ist es nicht. Die Reichweite ist billiger, dafür musst du das Interesse selbst erzeugen. Über das Motiv und die ersten Worte. Genau da entscheidet sich, ob dein Budget arbeitet oder verpufft.
Was kosten tausend Sichtkontakte?
Im deutschsprachigen Raum liegt die Spanne meist zwischen 4 und 20 Euro. Was du zahlst, hängt weniger an deiner Branche als an drei Dingen: wie eng du die Zielgruppe fasst, wie gut das Motiv ankommt, und wie viele andere gerade dieselben Leute erreichen wollen.
Das Motiv ist der größte Hebel auf deine Kosten. Zwei Anzeigen im selben Konto, dieselbe Zielgruppe, können sich beim Preis pro Anfrage um den Faktor drei unterscheiden. Der Unterschied liegt im Bild und in der ersten Zeile.
Was kostet eine Anfrage?
Die Zahl, die dich wirklich interessiert. Bei lokalen Dienstleistern und Beratungsangeboten sehe ich üblicherweise 8 bis 60 Euro pro Anfrage.
Die Spanne ist so groß, weil zwei Dinge sie treiben: wie erklärungsbedürftig dein Angebot ist und wie gut die Seite ist, auf der die Leute landen. Ein Termin für ein kostenloses Erstgespräch kostet weniger als ein Kauf über 2.000 Euro.
Wichtig: eine Anfrage von Facebook oder Instagram ist im Schnitt kälter als eine von Google. Der Mensch hat nicht gesucht, er wurde unterbrochen. Rechne damit, dass du mehr Anfragen brauchst, um denselben Umsatz zu machen. Dafür sind sie billiger.
Welches Budget brauchst du?
Unter 20 Euro am Tag wird es zäh. Facebook und Instagram brauchen eine Weile und genug Auslieferung, um zu lernen, wem sie deine Anzeige zeigen sollen. Mit 5 Euro am Tag dauert diese Phase so lange, dass du vorher aufgibst.
Realistischer Einstieg für ein lokales Unternehmen: 600 bis 1.500 Euro Werbebudget im Monat. Damit läuft genug, um nach drei bis vier Wochen zu sehen, welches Motiv und welche Zielgruppe tragen.
Dazu kommt die Betreuung. Bei mir ab 1.500 Euro pro Monat und Plattform, monatlich kündbar.
Google oder Facebook, wenn das Geld für eins reicht?
Kurze Faustregel: Sucht in deiner Branche jemand aktiv nach deiner Leistung, fang mit Google an. Ein kaputtes Rohr, ein Anwalt, eine Autoreparatur. Da wartet die Nachfrage schon.
Kennt niemand dein Angebot oder ist es neu, dann Facebook und Instagram. Da erzeugst du die Nachfrage erst.
Beides gleichzeitig auf kleinem Budget ist der häufigste Fehler. Dann läuft nirgends genug, um etwas zu erkennen.
Bei Google kaufst du Nachfrage, die schon da ist. Bei Facebook und Instagram baust du sie auf. Dieselbe Summe wirkt deshalb völlig unterschiedlich.
