Wie viel Werbebudget brauchst du wirklich?
Die meisten legen eine Zahl fest, die sich gut anfühlt. 500 Euro klingt vernünftig. Nur hat diese Zahl nichts mit deinem Geschäft zu tun. Es gibt einen Rechenweg, und der geht rückwärts.
Kostenloses Erstgespräch ↓- Warum die übliche Budgetfrage falsch herum gestellt ist
- Die Rechnung vom Kundenwert zum Monatsbudget
- Die Untergrenze, unter der du nichts erkennst
- Wann du erhöhen solltest und wann nicht
Warum ist 'wie viel soll ich ausgeben' die falsche Frage?
Die Frage unterstellt, Werbung sei eine Ausgabe wie Miete. Ist sie nicht. Sie ist ein Einkauf: du kaufst Anfragen.
Damit ändert sich die Frage. Nicht mehr 'was kann ich mir leisten', sondern 'was darf mich eine Anfrage kosten, damit es sich rechnet'. Diese Zahl kannst du ausrechnen, und danach ergibt sich das Budget fast von selbst.
Die Rechnung, Schritt für Schritt
Vier Zahlen, mehr brauchst du nicht.
- Was verdienst du an einem Kunden? Nicht Umsatz, sondern was am Ende übrig bleibt. Über die gesamte Zeit, nicht nur beim ersten Kauf.
- Wie viele Anfragen werden bei dir Kunde? Wenn von zehn Anfragen drei kaufen, sind das 30 Prozent.
- Was darf eine Anfrage kosten? Gewinn pro Kunde mal Quote. Bei 300 Euro Gewinn und 30 Prozent sind das 90 Euro. So viel darfst du maximal zahlen, ohne draufzulegen.
- Wie viele Kunden willst du im Monat? Fünf neue Kunden bei 30 Prozent Quote heißt: rund 17 Anfragen.
Aus 17 Anfragen und einem Zielpreis von zum Beispiel 40 Euro pro Anfrage ergibt sich ein Budget von rund 680 Euro im Monat. Das ist deine Startzahl, keine Wahrheit. Die echten Werte siehst du nach vier Wochen.
Die Untergrenze, an der es kippt
Unabhängig von deiner Rechnung gibt es eine praktische Untergrenze. Unter etwa 500 Euro im Monat passiert zu wenig, um irgendetwas zu erkennen.
Der Grund ist keine Willkür, sondern Statistik. Wenn du im Monat 60 Klicks bekommst und zwei Anfragen daraus entstehen, kannst du nicht sagen, ob deine Anzeige gut ist oder du Glück hattest. Du entscheidest dann auf Rauschen.
Wenn dein Rahmen kleiner ist, ist das kein Weltuntergang. Dann steck die Energie erst in Dinge, die ohne Budget wirken: dein Google-Unternehmensprofil, Bewertungen, eine Seite, die klar sagt, was du machst und für wen.
Wann erhöhen und wann nicht?
Erhöhen, wenn der Preis pro Anfrage stabil unter deiner Obergrenze liegt und die Anfragen brauchbar sind. Dann kaufst du mehr von etwas, das funktioniert.
Nicht erhöhen, weil ein Monat schlecht lief. Mehr Budget auf eine Kampagne, die nicht trägt, macht den Verlust nur schneller.
Und nicht erhöhen, solange du die Anfragen nicht abarbeiten kannst. Der häufigste stille Fehler in kleinen Betrieben: die Anfragen kommen, aber keiner ruft zurück. Dann ist nicht das Budget das Problem.
Werbung ist keine Ausgabe, sondern ein Einkauf. Du kaufst Anfragen. Der Preis, den du zahlen darfst, steht in deinen eigenen Zahlen, nicht in einem Ratgeber.
