Google und Meta zusammen
Am Anfang ist beides gleichzeitig ein Fehler. Ab einem bestimmten Punkt ist es genau richtig, weil Google und die Werbung auf Facebook und Instagram verschiedene Leute erreichen.
Kostenloses Erstgespräch ↓- Wen Google erreicht und wen Facebook und Instagram
- Woran du erkennst, dass Google allein nicht mehr reicht
- Wie das Budget dann aufgeteilt wird
- Warum beide Konten dieselbe Anfrage zählen
Zwei Kanäle, zwei Aufgaben
Bei Google erreichst du Leute, die gerade suchen. Jemand in Augsburg tippt 'Heizung tropft Notdienst' ein und sieht ganz oben auf der Ergebnisseite Anzeigen. Dieser Mensch hat das Problem jetzt und will heute noch anrufen. Solche Leute sind fast schon Kunden. Aber es gibt nur so viele davon, wie eben suchen. In Augsburg tippen das vielleicht 300 Leute im Monat ein, und mehr werden es nicht, egal wie viel Geld du in die Anzeigen steckst.
Auf Facebook und Instagram (beide gehören dem Konzern Meta, daher der Name) erreichst du Leute, die gerade nicht suchen. Jemand scrollt abends auf dem Sofa durch Instagram und sieht deine Anzeige: 'Heizung älter als 15 Jahre? So viel kostet sie dich jeden Winter.' Er hatte nicht vor, heute über seine Heizung nachzudenken. Von diesen Leuten gibt es zehnmal mehr, aber sie sind noch lange nicht so weit wie der mit dem tropfenden Rohr.
Das ist der eigentliche Unterschied: Bei Google gehen dir irgendwann die Suchenden aus. Auf Facebook und Instagram gehen dir die Leute nicht aus.
Ab wann sich die Kombination lohnt
Wenn du bei Google an die Decke stößt. Das siehst du an einer einfachen Rechnung: Im Mai hast du 1.500 Euro ausgegeben und 30 Anfragen bekommen, jede hat dich 50 Euro gekostet. Im Juni hast du auf 2.500 Euro erhöht und 34 Anfragen bekommen, jede kostet jetzt 74 Euro. Mehr Geld brachte fast keine zusätzlichen Anfragen, nur teurere. Das heißt: Die Leute, die in deiner Stadt nach dir suchen, erreichst du bereits alle.
Aus meiner Praxis passiert das bei Handwerkern, Praxen und Kanzleien in einer mittelgroßen Stadt meist zwischen 1.500 und 3.000 Euro Werbebudget im Monat. In München später, in Paderborn früher.
Vorher schadet die Kombination. Mit 1.000 Euro bei Google und 1.000 Euro bei Instagram hast du zwei Konten, die beide zu wenige Anfragen sehen, um zu lernen, wer bei dir kauft. Ein Konto mit 2.000 Euro lernt schneller als zwei Konten mit je 1.000 Euro.
Wie sieht die Aufteilung praktisch aus?
Ein Muster, das bei meinen Kunden meist so läuft: Google bekommt so viel Budget, wie die Suchen in deiner Stadt hergeben, im Beispiel oben also 1.500 Euro. Alles darüber geht an Facebook und Instagram, und dort hat das Geld zwei Aufgaben.
- Neue Leute erreichen, die dich noch nicht kennen. Ein Hausbesitzer in Augsburg sieht deine Anzeige über alte Heizungen, merkt sich den Namen und sucht dich drei Wochen später bei Google, wenn es kalt wird.
- Besucher deiner Website noch einmal ansprechen. Jemand war auf deiner Seite, hat die Preise gelesen und ist gegangen, ohne anzufragen. Zwei Tage später sieht er auf Instagram deine Anzeige mit drei Kundenstimmen. Das geht, weil ein kleiner Code auf deiner Website sich merkt, wer da war, und Facebook genau diesen Leuten die Anzeige zeigen kann. Aus meiner Praxis ist das der günstigste Teil im ganzen Konto, weil diese Leute dich schon kennen.
Den zweiten Punkt vergessen viele. Dabei holt er genau die Leute zurück, für deren Klick du bei Google schon einmal bezahlt hast.
Warum wird die Messung dann schwieriger?
Sobald beide laufen, melden beide dieselbe Anfrage als ihren Erfolg. Ein Beispiel: Frau Berger sieht am Montag deine Anzeige auf Instagram. Am Donnerstag googelt sie deinen Firmennamen, klickt auf die Google-Anzeige und ruft an. In deinem Facebook-Konto steht jetzt: 1 Anfrage. In deinem Google-Konto steht auch: 1 Anfrage. Dein Telefon hat aber nur einmal geklingelt.
Deshalb zeigen beide Konten zusammen fast immer mehr Anfragen an, als du bekommen hast. Wenn Google 30 meldet und Facebook 20, hattest du vielleicht 38 echte Anrufe und Formulare, nicht 50.
Die einzige Messung, die im Alltag trägt: Du zählst selbst. Wie viele Anrufe, Mails und Formulare sind diesen Monat wirklich reingekommen? Wie viel hast du insgesamt für Werbung ausgegeben, beide Konten zusammen? 38 echte Anfragen für 3.000 Euro sind 79 Euro pro Anfrage. Diese Zahl stimmt. Welcher Kanal welche Anfrage 'gebracht' hat, ist danach eine Diskussion, die dir kein Geld bringt.
Warum der letzte Klick überbewertet wird und was das für dein Budget heißt: Was nach dem Klick passiert: die Reise deines Kunden.
Woher die Zahlen kommen
Die Angaben zur Funktionsweise der Plattformen in diesem Beitrag stützen sich auf deren offizielle Hilfeseiten:
- Klickpreise und Suchmengen: Google Keyword-Planner (Deutschland, Durchschnitt der letzten zwölf Monate, Abruf August 2026).
- Wo Google-Anzeigen erscheinen: Google-Ads-Hilfe, Suchnetzwerk.
- Warum Google und Meta Anfragen unterschiedlich zählen: Google-Ads-Hilfe, Attributionsmodelle.
Ein dritter Kanal ist seit August 2026 in Deutschland offen: Werbung in ChatGPT schalten.
Bei Google gehen dir irgendwann die Suchenden aus. Auf Facebook und Instagram gehen dir die Leute nicht aus. Deshalb ergänzen sich die beiden, statt sich Konkurrenz zu machen.
