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Google-Ads-Betreuung: was passiert da eigentlich?

Du zahlst monatlich, aber was genau bekommst du dafür? Diese Frage traut sich kaum jemand zu stellen. Hier steht, was in einem gut betreuten Konto pro Monat wirklich passiert.

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Was du hier erfährst
  • Was laufende Betreuung konkret bedeutet
  • Wie oft jemand ins Konto schauen sollte
  • Was ein Bericht enthalten muss
  • Woran du merkst, dass keiner mehr hinschaut

Was ist im Monat wirklich zu tun?

Ein Konto läuft nicht von allein, auch wenn es gut aufgesetzt ist. Im März sucht kaum jemand 'Klimaanlage Wartung', im Juni schießt die Zahl nach oben. Ein neuer Wettbewerber bietet plötzlich mehr pro Klick, und deine Anzeige rutscht bei Google von Platz eins auf Platz drei. Deshalb passiert in einem betreuten Konto jeden Monat Folgendes:

  • Suchbegriffe prüfen und ausschließen. Google zeigt deine Anzeige auch bei Suchen, die du nie wolltest. Ein Dachdecker zahlt dann für Klicks von Leuten, die 'Dachdecker Ausbildung' oder 'Dachdecker Gehalt' gesucht haben. Im Konto gibt es eine Liste aller echten Suchanfragen. Die durchzugehen und die falschen zu sperren ist die undankbarste und wirksamste Arbeit.
  • Anzeigentexte testen. Nicht wöchentlich alles umwerfen, sondern gezielt eine Zeile gegen eine andere: 'Notdienst in 60 Minuten' gegen 'Festpreis vor Ort'. Nach ein paar Wochen zeigt das Konto, welche öfter geklickt wird.
  • Budget umschichten. Bringen die Anzeigen für 'Badsanierung' Anfragen und die für 'Fliesen verlegen' nur Klicks, wandert Geld von der zweiten zur ersten.
  • Zählung kontrollieren. Die Zählung ist ein Stück Code auf deiner Website, das Google meldet, wenn jemand das Formular abschickt. Dein Webdesigner tauscht die Dankeseite aus, und ab dem Tag zählt das Konto null Anfragen, obwohl täglich welche kommen. Das merkt man nur, wenn man hinschaut.
  • Ergebnisse einordnen. Nicht nur Zahlen zeigen, sondern sagen, was sie bedeuten und was daraus folgt.

Wie oft muss jemand hineinschauen?

Ein laufendes Konto braucht keine tägliche Bastelei. Wer jeden Tag Texte ändert und Budgets verschiebt, macht die Auswertung kaputt. Nach drei Tagen mit fünf Klicks weiß niemand, ob eine Änderung gut oder schlecht war.

Sinnvoll ist ein fester Rhythmus: Montag, Mittwoch, Freitag ein kurzer Blick, ob die Anzeigen laufen und Google keine abgelehnt hat. Einmal pro Woche zwei bis drei Stunden konzentrierte Arbeit: Suchbegriffe sperren, Budget verschieben, Textvarianten auswerten und neue schreiben, die Zielseite nachziehen, wenn eine Anzeige etwas verspricht, das dort nicht steht. Einmal im Monat eine gründliche Durchsicht von oben bis unten, danach der Bericht an dich. Zusammen sind das 10 bis 15 Stunden im Monat je Plattform. Nicht, weil das Konto so viel Klickarbeit braucht, sondern weil jede dieser Stunden eine Entscheidung enthält, die Geld kostet, wenn sie falsch fällt.

Was du nicht willst: ein Konto, in dem drei Monate lang niemand etwas angefasst hat, und einen Bericht, der jeden Monat gleich aussieht. Ob jemand etwas angefasst hat, kannst du selbst prüfen. Im Google-Ads-Konto gibt es den Punkt 'Änderungsverlauf'. Dort steht, wer wann was geändert hat.

Was enthält ein guter Bericht?

Die meisten Berichte sind eine PDF mit Logo und zwölf Diagrammen, die niemand liest. Ein brauchbarer Bericht beantwortet drei Fragen in einfacher Sprache und passt auf eine Seite.

  • Was ist passiert? Zum Beispiel: 2.400 Euro ausgegeben, 31 Anfragen, eine Anfrage hat im Schnitt 77 Euro gekostet.
  • Warum ist es passiert? 'Wir haben 40 falsche Suchbegriffe gesperrt, dadurch waren die Anfragen günstiger als im Vormonat.'
  • Was passiert als Nächstes? Ein bis drei konkrete Schritte: 'Neue Anzeige für den Notdienst, Budget für Fliesen halbieren.'

Wenn du einen Bericht liest und danach nicht weißt, was der andere im nächsten Monat tun wird, ist es kein Bericht, sondern eine Rechnungsbeilage.

Woran merkst du, dass keiner mehr hinschaut?

Ein paar Anzeichen, die aus meiner Praxis zuverlässig sind.

  • Die Zahlen sind über Monate fast identisch, und im Änderungsverlauf steht nichts.
  • Du bekommst nie eine Frage gestellt. Wer ein Konto wirklich betreut, ruft an und fragt: 'Was ist aus den zwölf Anfragen vom letzten Monat geworden?'
  • Auf die Frage, was zuletzt geändert wurde, kommt 'wir optimieren laufend' statt einer konkreten Antwort.
  • Eine Anfrage hat im Januar 40 Euro gekostet, im Mai 90 Euro, und niemand hat es von sich aus angesprochen.

Der letzte Punkt ist der wichtigste. Schlechte Nachrichten von sich aus zu bringen, ist der Unterschied zwischen Betreuung und Abrechnung.

Sechs Prüfungen, die du ohne Fachwissen selbst machen kannst, stehen in Macht meine Agentur gute Arbeit? Und wenn die Antwort nein ist: Werbedienstleister wechseln, ohne Daten zu verlieren.

Woher die Zahlen kommen

Die Angaben zur Funktionsweise der Plattformen in diesem Beitrag stützen sich auf deren offizielle Hilfeseiten:

Wie sich die Betreuung üblicherweise berechnet und welche Spannen im deutschen Markt normal sind, steht in Was kostet eine Google-Ads-Agentur?

Gute Betreuung erkennst du daran, dass dir jemand von sich aus sagt, was nicht funktioniert hat. Nicht daran, dass jeder Bericht grün ist.

Häufige Fragen

Was macht eine Google-Ads-Betreuung im Monat?
Suchbegriffe prüfen und falsche sperren, Anzeigentexte gegeneinander testen, Budget zu den Anzeigen verschieben, die Anfragen bringen, die Zählung auf der Website kontrollieren und die Ergebnisse einordnen. Der größte Hebel liegt meist bei den gesperrten Suchbegriffen, weil dort still Geld für Klicks wie 'Dachdecker Gehalt' verloren geht.
Wie oft sollte jemand ins Konto schauen?
Mehrmals pro Woche kurz auf die Zahlen, einmal pro Woche eine echte Arbeitsstunde, einmal im Monat gründlich. Tägliches Eingreifen schadet, weil nach drei Tagen mit ein paar Klicks niemand sagen kann, ob eine Änderung etwas gebracht hat.
Was muss in einem Bericht stehen?
Was passiert ist, warum es passiert ist und was als Nächstes kommt. In Alltagssprache, auf einer Seite. Zum Beispiel: 2.400 Euro ausgegeben, 31 Anfragen, 77 Euro pro Anfrage, 40 falsche Suchbegriffe gesperrt, nächsten Monat neue Anzeige für den Notdienst. Eine PDF voller Diagramme ohne diese drei Antworten ist kein Bericht.
Woran merke ich, dass mein Konto vernachlässigt wird?
Die Zahlen bleiben über Monate gleich, du wirst nie gefragt, was aus den Anfragen geworden ist, und steigende Kosten pro Anfrage werden nie von selbst angesprochen. Schau im Google-Ads-Konto unter 'Änderungsverlauf' nach. Steht dort für die letzten vier Wochen nichts, hat niemand gearbeitet.
Brauche ich Betreuung, wenn die Kampagne einmal läuft?
Ja, weil sich der Markt bewegt. Ein Wettbewerber bietet mehr pro Klick, im Sommer suchen die Leute anders als im Winter, dein Webdesigner tauscht die Dankeseite und die Zählung bricht ab. Ein unbetreutes Konto verliert schleichend, und weil es schleichend passiert, fällt es lange nicht auf.