Was kostet Google-Werbung wirklich?
Auf diese Frage bekommst du überall dieselbe Antwort: das kommt darauf an. Stimmt sogar. Nur hilft sie dir nicht. Also hier die Zahlen, mit denen ich in acht Jahren tatsächlich gearbeitet habe.
Kostenloses Erstgespräch ↓- Woraus sich deine Kosten überhaupt zusammensetzen
- Was ein Klick in verschiedenen Branchen kostet
- Welches Monatsbudget unter Beobachtung überhaupt Sinn ergibt
- Ab wann sich das für dein Geschäft rechnet
Warum nennt dir keiner einen Preis?
Google verkauft keine Werbeplätze zu Festpreisen. Es läuft als Auktion. Jedes Mal, wenn jemand etwas sucht, entscheidet Google in Millisekunden, welche Anzeige oben steht und was dieser Klick kostet.
Deshalb kostet ein Klick für einen Fliesenleger in Bochum etwas völlig anderes als für einen Anwalt in München. Es gibt keinen Listenpreis, den dir jemand nennen könnte.
Bänder gibt es trotzdem. Und die kennt jeder, der das täglich macht. Die schreibe ich dir hier hin.
Woraus setzen sich deine Kosten zusammen?
Drei Posten, und sie werden oft durcheinandergeworfen.
- Das Werbebudget. Geht direkt an Google. Damit kaufst du Klicks.
- Die Betreuung. Geht an den, der die Werbung aufsetzt und steuert. Agentur, Freelancer oder du selbst.
- Die Technik. Einmalig. Messung einrichten, damit du siehst, welche Anzeige eine Anfrage gebracht hat. Ohne das rätst du.
Wenn dir jemand einen Monatspreis nennt, frag immer nach, was davon Werbebudget ist. Der Unterschied ist groß, und manche Anbieter halten ihn absichtlich unklar.
Was kostet ein Klick?
Hier die Bänder, die ich in der Praxis sehe. Das sind Erfahrungswerte für den deutschen Markt, keine Garantie.
Klingt viel? Ist es auch, wenn du nur auf den Klick schaust. Deshalb ist der Klickpreis die falsche Zahl, um zu entscheiden. Gleich mehr dazu.
Was kostet ein Monat?
Rechne mit dem, was du wissen willst: wie viele Anfragen willst du im Monat?
Ein Beispiel, wie ich es im Erstgespräch durchrechne. Ein Betrieb will 20 Anfragen im Monat. Von 100 Leuten, die auf der Seite landen, meldet sich erfahrungsgemäß einer bis fünf. Nehmen wir zwei. Dann brauchst du rund 1.000 Klicks. Bei 2 Euro pro Klick sind das 2.000 Euro Werbebudget im Monat.
Unter etwa 500 Euro im Monat wird es schwierig. Nicht weil es verboten wäre, sondern weil zu wenig passiert. Du bekommst so wenige Klicks, dass du nach vier Wochen immer noch nicht weißt, was funktioniert. Du zahlst dann für Lernen, das nie fertig wird.
Bei lokalen Dienstleistern liegt der übliche Einstieg zwischen 800 und 2.500 Euro Werbebudget im Monat.
Was kostet die Betreuung?
Drei Modelle sind üblich.
- Anteil vom Werbebudget, meist 10 bis 20 Prozent. Klingt fair, hat aber einen Haken: der Anbieter verdient mehr, wenn du mehr ausgibst.
- Feste Monatspauschale, je nach Umfang 500 bis 3.000 Euro.
- Erfolgsbeteiligung, selten und selten sauber, weil kaum jemand am Ende einig ist, was ein Erfolg war.
Bei mir läuft es über eine feste Pauschale: ab 1.500 Euro pro Monat und Plattform, monatlich kündbar, ohne Agentur-Kette. Du schreibst mir, ich antworte.
Ich nenne die Zahl bewusst öffentlich. Wenn 1.500 im Monat für dich gerade nicht passt, sparst du dir ein Gespräch, und ich mir auch.
Ab wann rechnet sich das für dich?
Der einzige Rechenweg, der zählt: was ist dir ein neuer Kunde wert?
Ein Zahnarzt, bei dem ein neuer Patient über die Jahre 800 Euro bringt, kann für eine Anfrage locker 40 Euro zahlen. Ein Café mit 4 Euro Gewinn pro Besuch kann das nicht.
Rechne einmal ehrlich durch: Kundenwert mal die Quote, wie viele Anfragen bei dir tatsächlich Kunde werden. Was dabei rauskommt, ist deine Obergrenze pro Anfrage. Liegt der übliche Preis pro Anfrage in deiner Branche darunter, funktioniert Werbung für dich. Liegt er darüber, ist Werbung nicht dein Problem, sondern dein Angebot oder deine Preise.
Genau das schauen wir uns im Erstgespräch an, bevor irgendjemand einen Euro ausgibt.
Die Frage ist nie, was Werbung kostet. Die Frage ist, was dich eine Anfrage kostet und was dir ein Kunde wert ist. Alles andere ist Zahlenschieberei.
