Agentur, Freelancer oder selbst?
Ich bin selbst der mittlere Fall, das sollst du beim Lesen wissen. Die Unterschiede sind trotzdem sachlich beschreibbar.
Kostenloses Erstgespräch ↓- Was jeder Weg kostet
- Wo die typischen Reibungsverluste sitzen
- Welche Größe zu welchem Weg passt
- Die Frage, die alles klärt
Was kostet jeder Weg?
- Selbst: keine Rechnung, dafür Zeit. Ohne Vorkenntnisse 30 bis 50 Stunden, bis Konto, Messung und erste Anzeigen stehen, danach 10 bis 15 Stunden im Monat je Plattform für Suchbegriffe, Anzeigentests, Budget und Auswertung, als Laie eher 20 bis 30. Dazu die Lernphase, in der ein Teil des Budgets in Fehler geht, die ein Profi nicht mehr macht.
- Freelancer: bei Spezialisten meist 1.500 bis 4.000 Euro im Monat je Plattform, dazu einmalig die Einrichtung.
- Agentur: oft darüber, mit Mindestlaufzeit. Manche rechnen stattdessen 10 bis 20 Prozent vom Werbebudget ab, dann verdient die Agentur mehr, wenn du mehr ausgibst.
Wo sitzen die Reibungsverluste?
Bei der Agentur in der Kette. Im Verkaufsgespräch sitzt selten die Person, die später arbeitet, und Informationen gehen über mehrere Stationen.
Beim Freelancer im Ausfallrisiko. Eine Person kann krank werden oder überbucht sein. Dafür redest du direkt mit dem, der arbeitet.
Beim Selbermachen in der Zeit. Das Konto wird zum Ding, das man vor sich herschiebt, und schleichend schlechter.
Welche Größe passt zu welchem Weg?
Unter 1.500 Euro Werbebudget im Monat: selbst, oder einmalig aufsetzen lassen. Darunter frisst die Betreuung das Budget auf.
1.500 bis etwa 10.000 Euro je Plattform: ein Spezialist, der die Konten selbst betreut, oder eine kleine Agentur. Ob eine Plattform oder drei, spielt dabei keine Rolle. Wer Google täglich macht, betreut Facebook und Instagram und auch LinkedIn daneben, das ist dieselbe Arbeit mit anderen Oberflächen. In diesem Bereich zählt Nähe zum Konto mehr als Teamgröße.
Ein Team brauchst du erst deutlich darüber: mehrere Länder mit eigenen Sprachen, ein Shop mit tausenden Produkten, sechsstelliges Monatsbudget. Für einen Betrieb mit einem Standort und zwei oder drei Werbeplattformen ist ein Team kein Qualitätsmerkmal, sondern nur mehr Leute zwischen dir und deinem Konto.
Die Frage, die alles klärt
Egal für welchen Weg du dich entscheidest, stell diese eine Frage: Wer schaut jede Woche wirklich in mein Konto, und wie erreiche ich diese Person?
Bei einer guten Agentur gibt es darauf eine klare Antwort mit Namen. Bei einer schlechten bekommst du nur eine Funktionsbezeichnung, keinen Namen. Beim Freelancer ist die Antwort trivial. Und wenn du selbst machst, weißt du die Antwort auch.
Woher die Zahlen kommen
Die Angaben zur Funktionsweise der Plattformen in diesem Beitrag stützen sich auf deren offizielle Hilfeseiten:
- Klickpreise und Suchmengen: Google Keyword-Planner (Deutschland, Durchschnitt der letzten zwölf Monate, Abruf August 2026).
Die Preisspannen für Agenturen habe ich in Was kostet eine Google-Ads-Agentur? aufgeschrieben. Und was eine Agentur für Facebook und Instagram können muss, in Meta-Ads-Agentur: was sie können muss.
Frag nicht nach der Teamgröße. Frag, wer jede Woche wirklich in dein Konto schaut und wie du diese Person erreichst.
