Neukundengewinnung: was wirklich trägt
Empfehlungen kommen, aber unregelmäßig. Und wenn ein Monat schwach ist, kannst du nichts tun. Genau an diesem Punkt fangen die meisten an, über Werbeanzeigen nachzudenken.
Kostenloses Erstgespräch ↓- Fünf Wege zum neuen Kunden im ehrlichen Vergleich
- Warum Empfehlungen allein volle und leere Monate bedeuten
- Die Reihenfolge beim Aufbau, Schritt für Schritt
- Was zuerst dran ist, wenn weniger als 500 Euro im Monat da sind
Warum reichen Empfehlungen allein nicht?
Ein Kunde, der auf Empfehlung kommt, ist der beste Kunde, den du bekommen kannst. Er hat deinen Namen von seinem Nachbarn, er vertraut dir schon, bevor er anruft, und er fragt seltener nach Rabatt.
Das Problem ist nicht die Qualität. Das Problem ist, dass du Empfehlungen nicht steuern kannst. Wenn eine Malerin in Mainz im November sieht, dass ihr Auftragsbuch für Januar leer ist, kann sie nicht drei Empfehlungen nachbestellen. Sie kann nur warten. Wer nur von Empfehlungen lebt, hat volle und leere Monate und dazwischen keinen Knopf, den er drücken kann.
Deshalb geht es nicht um Empfehlungen oder Werbung. Es geht darum, neben den Empfehlungen einen zweiten Weg zu haben, den du im November hochdrehen kannst, wenn der Januar dünn aussieht.
Die Wege im Vergleich
Fünf Wege, auf denen ein neuer Kunde zu dir kommt. Zwei Fragen an jeden: Wie schnell kommt die erste Anfrage? Und kannst du den Weg selbst an- und ausschalten?
Zum Einordnen: Das Google-Unternehmensprofil ist der Kasten mit Karte, Sternen und Telefonnummer, den Google bei 'Malerin Mainz' ganz oben zeigt. 'Google-Treffer ohne Werbung' heißt, dass deine Website bei dieser Suche von selbst unter den normalen Treffern auftaucht, ohne dass du dafür zahlst. Das dauert in der Regel Monate.
Kein Weg ist der beste. Die Empfehlung bringt den besten Kunden, aber du wartest auf sie. Die Werbeanzeige bringt morgen früh die erste Anfrage, aber jede Anfrage kostet Geld. Das Unternehmensprofil liegt dazwischen: kostenlos, aber es dauert Wochen, bis genug Bewertungen da sind, damit Google dich oben zeigt.
Wie aus diesen Wegen ein System wird, das dauerhaft Anfragen bringt: Leadgenerierung: wie aus Werbebudget echte Anfragen werden.
Die Reihenfolge beim Aufbau
Wenn du nicht alles gleichzeitig schaffst, dann in dieser Reihenfolge.
- Google-Unternehmensprofil ausfüllen und Bewertungen sammeln. Öffnungszeiten, Fotos von echten Baustellen, jede Leistung als eigenen Eintrag. Dann jeden zufriedenen Kunden um eine Google-Bewertung bitten. Kostet nichts. Mit 40 Bewertungen und 4,8 Sternen stehst du bei 'Malerin Mainz' meist in dem Kasten ganz oben, mit 3 Bewertungen nicht.
- Eine Website, die in drei Sekunden sagt, was du für wen machst. 'Malerbetrieb Weber. Innenräume und Fassaden in Mainz und Wiesbaden. Termin innerhalb von 14 Tagen.' Dazu die Telefonnummer oben rechts. Ohne das klickt jemand auf deine Anzeige, versteht nicht, ob du sein Problem löst, und geht wieder.
- Messung einrichten. Damit du in drei Monaten weißt, ob die 12 Anfragen über Google, über Instagram oder auf Empfehlung kamen. Technisch ist das ein kleiner Zählcode auf deiner Website, der Anrufe und ausgefüllte Formulare erfasst. Eine Stunde Arbeit für jemanden, der das kann.
- Dann Werbeanzeigen. Erst jetzt gibst du Geld aus, damit mehr Leute auf eine Seite kommen, die schon funktioniert.
- Parallel Empfehlungen aktiv einholen. Nach jeder Abnahme ein Satz: 'Wenn Sie zufrieden sind, freue ich mich, wenn Sie mich weiterempfehlen oder bei Google bewerten.' Nicht hoffen, fragen.
Wenn das Budget knapp ist
Dann sind Werbeanzeigen nicht der erste Schritt. Mit weniger als etwa 500 Euro im Monat bekommst du bei Google oft nur 50 bis 100 Klicks, und daraus wird in einem guten Monat eine Handvoll Anfragen. Daraus lernst du nichts. Dieselben 500 Euro in bessere Fotos, eine klarere Website und eine Stunde Hilfe beim Unternehmensprofil wirken über Jahre.
Werbung verstärkt, was da ist. Steht auf deiner Seite 'Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen für Ihre Bedürfnisse', zahlst du mit jeder Anzeige dafür, dass mehr Leute diesen Satz lesen und wieder gehen. Steht dort 'Bad in 5 Tagen saniert, Festpreis, Bochum und Umgebung', zahlst du dafür, dass mehr Leute anrufen. Das ist kein Argument gegen Werbung. Es ist eines für die Reihenfolge.
Jemanden wie mich dafür zu bezahlen, lohnt sich aus meiner Praxis ab etwa 1.500 Euro Werbebudget im Monat pro Plattform. Darunter kostet die Betreuung mehr, als das Budget bewegen kann, und das Geld ist in den ersten drei Schritten besser angelegt.
Woher die Zahlen kommen
Die Angaben zur Funktionsweise der Plattformen in diesem Beitrag stützen sich auf deren offizielle Hilfeseiten:
- Klickpreise und Suchmengen: Google Keyword-Planner (Deutschland, Durchschnitt der letzten zwölf Monate, Abruf August 2026).
Empfehlungen bringen die besten Kunden und lassen sich am schlechtesten steuern. Du kannst sie nicht anschalten, wenn der Januar leer aussieht.
