Werbung für Physiotherapie-Praxen
Die meisten Praxen sind mit Rezepten voll und verdienen trotzdem zu wenig. Deshalb geht es hier fast nie um mehr Patienten, sondern um andere.
Kostenloses Erstgespräch ↓- Warum mehr Rezepte selten die Lösung sind
- Welche Leistungen sich bewerben lassen
- Was ein Selbstzahler kosten darf
- Was rechtlich zu beachten ist
Warum sind mehr Rezepte selten die Lösung?
Die Vergütung ist gedeckelt, die Termine sind knapp, die Wartelisten ohnehin lang. Mehr Rezeptpatienten bedeuten mehr Arbeit bei gleichem Ertrag.
Interessant sind die Leistungen, die privat bezahlt werden: Faszientherapie, Sportphysiotherapie, Rückenprogramme, Prävention, betriebliche Angebote. Dort entscheidet der Patient selbst und zahlt selbst.
Welche Leistungen lassen sich bewerben?
- Rückenprogramme für Menschen mit Bürojob. Große Zielgruppe, klares Problem.
- Sportphysiotherapie und Leistungsdiagnostik, gerade in der Nähe von Vereinen und Studios.
- Angebote für Unternehmen, also Gesundheitstage und Kurse. Ein Abschluss bringt viele Teilnehmer.
- Prävention mit Kassenzuschuss. Der Zuschuss senkt die Hürde erheblich.
Was selten funktioniert: allgemeine Praxiswerbung ohne konkrete Leistung. Sie erreicht vor allem Menschen mit Rezept, und die hast du schon.
Was darf ein Selbstzahler kosten?
Rechne über die Behandlungsserie, nicht über den Einzeltermin. Wer für ein Rückenprogramm über zehn Termine kommt, bringt schnell mehrere hundert Euro.
Damit sind 20 bis 60 Euro pro Anfrage in einem gesunden Bereich. Entscheidend ist die Terminvergabe: Wer erst in sechs Wochen einen Termin anbieten kann, verliert den Selbstzahler an die Praxis zwei Straßen weiter.
Was ist rechtlich zu beachten?
Bei Gesundheitsleistungen gilt das Heilmittelwerberecht. Es verbietet unter anderem Heilungsversprechen, irreführende Aussagen und in vielen Fällen Vorher-Nachher-Bilder bei Behandlungen.
Praktisch heißt das: beschreiben statt versprechen. Nicht 'wir machen Ihre Rückenschmerzen weg', sondern erklären, was im Programm passiert und für wen es gedacht ist.
Ich bin kein Jurist. Im Zweifel gehört die Formulierung vor der Schaltung geprüft, das ist in diesem Bereich gut investierte Zeit.
Volle Wartelisten sind kein Erfolg, wenn die Vergütung gedeckelt ist. Die Frage ist nicht, wie du mehr Patienten bekommst, sondern andere.
