BRANCHE

Werbung für ambulante Pflegedienste

Die meisten Dienste haben nicht zu wenige Anfragen, sondern zu wenige Pflegekräfte. Deshalb gehören beide Themen in dieselbe Planung.

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Was du hier erfährst
  • Wer wirklich sucht und entscheidet
  • Google für Klienten, Meta für Personal
  • Was bei Gesundheitsthemen erlaubt ist
  • Was eine Aufnahme wert ist

Wer sucht und wer entscheidet?

In den meisten Fällen sucht nicht der Pflegebedürftige, sondern die Tochter oder der Sohn. Meist abends, meist unter Druck, oft nach einem Krankenhausaufenthalt.

Das bestimmt die ganze Ansprache. Diese Person hat eine akute Aufgabe, keine Zeit für Recherche und will vor allem wissen: Nehmt ihr überhaupt noch jemanden auf, und wie schnell?

Eine Seite, die diese beiden Fragen in den ersten drei Zeilen beantwortet, schlägt jede Imagedarstellung.

Welche Plattform für welches Ziel?

  • Google für Klienten: Suchen wie 'Pflegedienst' plus Ort haben klaren Bedarf. Wenige Suchen, hoher Wert.
  • Facebook und Instagram für Personal: Pflegekräfte suchen selten aktiv, sie sind erreichbar. Facebook trägt hier ungewöhnlich weit, weil die Altersstruktur passt.

Beides parallel zu betreiben ist bei Pflegediensten fast immer richtig, weil ein voller Auftragsbestand ohne Personal keinen Umsatz bringt.

Was ist bei Gesundheitsthemen erlaubt?

Die Plattformen behandeln Gesundheit als sensibles Thema. Anzeigen dürfen nicht so wirken, als würde persönlicher Zustand unterstellt. 'Sind Sie pflegebedürftig?' wird abgelehnt, 'Ambulante Pflege in Musterstadt, wir nehmen neue Klienten auf' nicht.

Diese Regel gilt für die Ansprache, nicht für das Thema. Pflege darf beworben werden, nur nicht mit Unterstellung.

Was ist eine Aufnahme wert?

Ein Klient bleibt im Schnitt über ein Jahr in Betreuung. Bei den üblichen monatlichen Sätzen liegt der Wert einer Aufnahme im vierstelligen Bereich.

Damit sind auch 100 bis 200 Euro pro Anfrage tragbar, solange die Aufnahme klappt. Und eine gewonnene Pflegekraft ist rechnerisch meist noch mehr wert, weil sie mehrere Klienten überhaupt erst möglich macht.

Ein Pflegedienst ohne Personal hat kein Marketingproblem. Deshalb gehören Klienten und Bewerber in dieselbe Planung.

Häufige Fragen

Lohnt sich Werbung für einen ambulanten Pflegedienst?
Ja, in zwei Richtungen. Für Klienten über Google, weil dort echter Bedarf gesucht wird, und für Personal über Facebook und Instagram, weil Pflegekräfte erreichbar statt suchend sind.
Wer sucht eigentlich nach einem Pflegedienst?
Meist die Angehörigen, oft abends und unter Zeitdruck nach einem Krankenhausaufenthalt. Sie wollen vor allem wissen, ob noch Kapazität da ist und wie schnell es gehen kann.
Darf man Pflegeleistungen bei Facebook bewerben?
Ja. Die Anzeige darf nur nicht unterstellen, dass die angesprochene Person selbst pflegebedürftig ist. Eine sachliche Formulierung mit Ort und Kapazität wird zugelassen.
Was darf eine Anfrage kosten?
Da ein Klient meist über ein Jahr betreut wird, liegt der Wert einer Aufnahme im vierstelligen Bereich. Damit sind 100 bis 200 Euro pro Anfrage tragbar.
Soll ich zuerst Klienten oder Personal bewerben?
Wenn das Personal der Engpass ist, zuerst Personal. Zusätzliche Klienten ohne Kapazität führen nur zu Absagen und beschädigen den Ruf.