HANDWERK

Werbung für Handwerksbetriebe

Im Handwerk rechnet sich Werbung fast immer, weil ein Auftrag viel wert ist. Trotzdem scheitern die meisten Kampagnen, und zwar an einer Stelle, die nichts mit Werbung zu tun hat.

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Was du hier erfährst
  • Welcher Kanal zu welchem Gewerk passt
  • Was eine Anfrage kosten darf
  • Warum der Rückruf über alles entscheidet
  • Wann du besser nicht wirbst

Welcher Kanal passt?

Google für alles Akute. Rohrbruch, Heizungsausfall, Schlüsseldienst, Elektronotdienst. Da wird gesucht, oft im Minutentakt, und der Preis pro Klick ist entsprechend hoch. Er lohnt sich trotzdem, weil die Absicht eindeutig ist.

Facebook und Instagram für alles Geplante. Badsanierung, Wintergarten, neue Küche, Dachausbau. Danach sucht kaum jemand spontan, aber viele denken seit Monaten darüber nach. Hier wirkt das Vorher-Nachher-Bild.

Wer beides anbietet, fängt mit dem Akuten an. Es ist schneller messbar.

Was darf eine Anfrage kosten?

Rechne mit deinem Auftragswert. Bei einem Bad mit 3.000 Euro Gewinn und einer Quote von zwei Aufträgen aus zehn Anfragen darf eine Anfrage 600 Euro kosten, bevor du draufzahlst.

Übliche Preise liegen bei 30 bis 120 Euro pro Anfrage. Das ist der Grund, warum Werbung im Handwerk so verlässlich funktioniert: der Abstand zwischen dem, was es kostet, und dem, was es darf, ist riesig.

Der Rückruf entscheidet über alles

Hier scheitern die meisten Kampagnen. Nicht an der Anzeige, sondern danach.

Wer eine Anfrage schickt, schickt sie oft an drei Betriebe gleichzeitig. Wer zuerst zurückruft, bekommt den Auftrag. Nicht der Beste, der Erste.

Wenn du keine Kapazität hast, innerhalb weniger Stunden zu antworten, brauchst du keine Werbung. Dann brauchst du erst jemanden, der ans Telefon geht.

Wann wirbst du besser nicht?

  • Du bist auf Monate ausgebucht und willst nicht wachsen.
  • Du suchst gezielt größere Aufträge, nimmst aber jede Anfrage an. Dann bekommst du mehr von dem, was du eigentlich nicht willst.
  • Dein Einzugsgebiet ist so klein, dass es kaum Suchen gibt. Dann ist das Unternehmensprofil der bessere Hebel.
Im Handwerk gewinnt nicht der beste Betrieb den Auftrag, sondern der, der zuerst zurückruft. Werbung ändert daran nichts, sie beschleunigt es nur.

Häufige Fragen

Lohnt sich Google-Werbung für Handwerksbetriebe?
Bei akuten Leistungen fast immer, weil aktiv gesucht wird und ein Auftrag viel wert ist. Übliche Preise von 30 bis 120 Euro pro Anfrage stehen einem Auftragswert gegenüber, der oft im vierstelligen Bereich liegt.
Was bringt Facebook-Werbung im Handwerk?
Sie funktioniert bei geplanten Investitionen wie Bad, Küche oder Dach. Dort sucht kaum jemand spontan, aber viele denken seit Monaten darüber nach. Vorher-Nachher-Bilder aus echten Projekten sind dabei das stärkste Motiv.
Warum bringen meine Anzeigen Anfragen, aber keine Aufträge?
In den meisten Fällen liegt es an der Reaktionszeit. Anfragen gehen häufig gleichzeitig an mehrere Betriebe. Wer als Erster zurückruft, gewinnt. Zwei Tage Wartezeit kosten den Auftrag, egal wie gut die Arbeit ist.
Was kostet Werbung für einen Handwerksbetrieb im Monat?
Üblich sind 800 bis 2.500 Euro Werbebudget, je nach Region und Gewerk, dazu die Betreuung. Bei akuten Leistungen mit hohen Klickpreisen liegt man eher oben.
Wie bekomme ich größere Aufträge statt Kleinkram?
Über die Formulierung der Anzeige und die Fragen im Formular. Wer 'ab 5.000 Euro' und die Projektgröße abfragt, filtert vor. Weniger Anfragen, dafür passendere.