PERSONAL

Mitarbeiter finden mit Werbung

Bei vielen Betrieben ist nicht der Auftragsmangel das Problem, sondern der Personalmangel. Die gute Nachricht: Es funktioniert fast genauso, nur mit anderer Zielgruppe.

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Was du hier erfährst
  • Warum Stellenportale immer weniger bringen
  • Wie du Menschen erreichst, die nicht suchen
  • Was eine Bewerbung kosten darf
  • Der Fehler mit dem Bewerbungsformular

Warum bringen Stellenportale immer weniger?

Auf Portalen erreichst du Menschen, die aktiv wechseln wollen. Das sind in den meisten Berufen deutlich weniger als früher, und alle Betriebe konkurrieren um dieselben.

Die größere Gruppe sind die, die zufrieden genug sind, um nicht zu suchen, aber unzufrieden genug, um zuzuhören. Diese Menschen erreichst du nur dort, wo sie ohnehin sind: auf Instagram und Facebook.

Wie sieht das praktisch aus?

Eine Anzeige, die nicht wie eine Stellenanzeige aussieht. Kein Anforderungskatalog, kein 'wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt'.

  • Ein echtes Video oder Foto aus dem Betrieb, gern vom Chef selbst.
  • Ein konkreter Satz zur Sache, die für den Beruf zählt: Verdienst, Arbeitszeiten, Fahrzeug, Team.
  • Die Bewerbung so einfach wie möglich, im Zweifel eine Nachricht statt Unterlagen.
  • Zielgruppe eng gefasst über Umkreis und Beruf.

Der Ton entscheidet. Wer wie ein Formular klingt, bekommt Formularbewerbungen. Wer wie ein Mensch klingt, bekommt Anrufe.

Was darf eine Bewerbung kosten?

Rechne wie bei Kunden, nur mit anderen Zahlen. Was kostet dich eine unbesetzte Stelle im Monat, an entgangenem Umsatz oder an Überstunden im Team?

Bei einem Handwerksbetrieb sind das schnell mehrere tausend Euro. Gegen diese Zahl sind 50 bis 200 Euro pro ernsthafter Bewerbung günstig, auch wenn es sich im ersten Moment nach viel anfühlt.

Die Vergleichszahl ist außerdem nicht null, sondern das, was ein Personalvermittler nimmt. Das ist üblicherweise ein Vielfaches.

Der Fehler mit dem Bewerbungsformular

Die Anzeige funktioniert, die Leute klicken, und dann steht dort ein Formular mit Lebenslauf, Zeugnissen und Anschreiben.

Genau dort brechen die meisten ab, gerade die, die nicht aktiv suchen und keine Unterlagen bereitliegen haben.

Wer stattdessen nach Name, Telefonnummer und Beruf fragt und dann anruft, bekommt ein Vielfaches an Kontakten. Die Unterlagen kommen später, wenn überhaupt.

Wer aktiv sucht, ist auf den Portalen. Wer gut ist, sucht meistens nicht. Genau deshalb musst du ihn dort erreichen, wo er ohnehin ist.

Häufige Fragen

Funktioniert Werbung für Stellenanzeigen wirklich?
Ja, besonders bei Berufen mit Fachkräftemangel. Der Vorteil gegenüber Portalen ist, dass du auch Menschen erreichst, die nicht aktiv suchen, aber bei einem passenden Angebot wechseln würden.
Was darf eine Bewerbung kosten?
Rechne gegen die Kosten der unbesetzten Stelle, also entgangenen Umsatz und Überstunden im Team. Gegen mehrere tausend Euro im Monat sind 50 bis 200 Euro pro ernsthafter Bewerbung günstig.
Welche Anzeige funktioniert am besten?
Eine, die nicht wie eine Stellenanzeige aussieht. Ein echtes Video aus dem Betrieb, ein konkreter Satz zu Verdienst oder Arbeitszeiten und ein sehr einfacher Bewerbungsweg.
Warum brechen Bewerber beim Formular ab?
Weil Lebenslauf und Zeugnisse verlangt werden, die gerade niemand zur Hand hat. Wer nur Name, Telefonnummer und Beruf abfragt und dann anruft, bekommt ein Vielfaches an Kontakten.
Google oder Facebook für Personal?
Meist Facebook und Instagram, weil du dort auch die erreichst, die nicht suchen. Google lohnt sich zusätzlich bei Berufen, nach denen aktiv gesucht wird, etwa in der Pflege.