Menschen erreichen, die gar nicht suchen
Auf jeden aktiv Suchenden kommen mehrere, die zufrieden genug sind, um nicht zu suchen, und unzufrieden genug, um zuzuhören. Diese Gruppe entscheidet den Personalmarkt.
Kostenloses Erstgespräch ↓- Warum diese Gruppe so viel größer ist
- Wie du sie ansprichst
- Warum Wiederholung hier zählt
- Woran du merkst, dass es wirkt
Warum ist diese Gruppe so viel größer?
Wer aktiv sucht, hat meist schon einen Grund: Kündigung, Umzug, Konflikt. Das sind wenige zu jedem Zeitpunkt.
Die Mehrheit arbeitet und denkt gelegentlich darüber nach, ob es woanders besser wäre. Sie schaut nicht auf Portale, weil sie nicht sucht. Sie ist trotzdem erreichbar, nur an einem anderen Ort.
Wie sprichst du sie an?
Nicht mit einer Stellenanzeige, sondern mit einer Beobachtung, die ihren Alltag trifft.
Statt 'Wir suchen einen Elektriker' funktioniert 'Wenn du wieder um sieben vom Hof fährst, obwohl Feierabend um vier war'. Der Satz spricht die Person an, nicht die Stelle.
Danach das konkrete Gegenangebot und ein sehr einfacher erster Schritt. Kein Bewerbungsprozess, ein Gespräch.
Warum zählt Wiederholung?
Weil der Auslöser beim Empfänger liegt. Jemand, der heute zufrieden ist, kann in drei Wochen eine schlechte Woche haben und dann reagieren.
Deshalb ist eine dauerhaft laufende Anzeige bei kleinem Budget besser als eine große Aktion über zwei Wochen. Du willst da sein, wenn der Moment kommt, nicht wenn du gerade Zeit hast.
Praktisch: drei bis fünf Kontakte über mehrere Wochen, dann Motiv wechseln, damit es nicht abnutzt.
Woran merkst du, dass es wirkt?
An der Art der Bewerbungen. Wer über diesen Weg kommt, schreibt seltener ein Anschreiben und stellt öfter eine Frage.
Das ist ein gutes Zeichen, kein schlechtes. Diese Menschen sind noch nicht entschieden, sie prüfen. Behandle sie entsprechend: schnell antworten, ein lockeres Gespräch anbieten, keine Unterlagen verlangen.
Der beste Kandidat schreibt keine Bewerbung. Er stellt eine Frage. Wer darauf mit einem Formular antwortet, hat ihn verloren.
