PREISE, GANZ EHRLICH

Was du als Einsteiger realistisch für Werbeanzeigen verlangen kannst

Ehrlich gesagt am Anfang weniger, als du hoffst. Und genau das ist richtig so. Hier ist die Rechnung dahinter: dein Preis fürs Schalten von Werbeanzeigen auf Facebook, Instagram und Google wächst mit deinem Beweis, nicht mit deinen Stunden.

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Was du hier lernst
  • Warum ein günstiger Start Strategie ist, keine Schwäche
  • Der Preis-Weg vom ersten Kunden bis 2.500 € und mehr
  • Wie du am Umsatz des Kunden ansetzt statt an deinen Stunden
  • Die eine Sache, die deinen Satz verdoppelt

Der Fehler, den fast jeder am Anfang macht

Du hast ein Wochenende in die Kampagne gesteckt, also willst du fürs Wochenende bezahlt werden. Klingt fair. Nur tickt der Kunde anders.

Keiner zahlt dir deine Stunden. Ob du sechs Stunden oder sechs Minuten am Setup saßt, ist ihm egal. Ihn interessiert eine Zahl: wie viele neue Kunden durch deine Werbeanzeigen auf Facebook, Instagram und Google reinkommen.

Sobald du aufhörst, deinen Aufwand zu verkaufen, und anfängst, das Ergebnis zu verkaufen, kippt das ganze Gespräch. Darum dreht sich am Ende alles, und die meisten brauchen ein Jahr, bis der Groschen fällt. Du kannst dir das Jahr sparen.

Monat 1 bis 3: bewusst günstig starten

300 bis 500 € im Monat pro Kunde sind fair, solange du noch nichts vorzuweisen hast. Nicht weil du billig bist, sondern weil du Beweise sammelst statt Umsatz.

Das Geld ist in dieser Phase fast egal. Wertvoll ist, was du nebenbei einsammelst: der Screenshot, auf dem die Anfragen aufpoppen. Die Nachricht vom Kunden, der sich freut. Der Kalender, der vorher leer war und jetzt voll ist.

Nimm die ersten ein, zwei Kunden als bezahltes Training. Du wirst dafür bezahlt, genau das aufzubauen, womit du später das Dreifache nimmst. Besserer Deal geht kaum, auch wenn es sich im ersten Monat nicht so anfühlt.

Gleicher Skill, andere Zahl

Honorar pro Kunde und Monat
Ohne Beweis
400 €
Mit Ergebnis
1.500+ €

Warum die Balken so weit auseinanderliegen

Schau dir den Abstand an. Zwischen den beiden Balken hat sich am Können nichts geändert. Gleiches Setup, gleiche Plattformen, gleiche Arbeit. Bewegt hat sich nur, was du beweisen kannst.

Das übersehen die meisten. Sie glauben, der Weg zu höheren Honoraren führe über mehr Technik-Wissen. Hilft, ist aber nicht der Hebel. Der Hebel ist ein einziger Kunde, auf den du zeigen und sagen kannst, was du für ihn geholt hast.

Solange du den nicht hast, streitest du über den Preis mit allen, die auch nichts vorzuweisen haben. In dem Moment, in dem du ihn hast, spielst du in einer anderen Liga.

Nach dem ersten Jahr: eine Fallstudie dreht alles

Dieser eine Satz dreht alles: "Ich habe diesem Zahnarzt letzten Monat 40 Termine für je 15 € gebucht."

Sobald du so konkret werden kannst, bist du nicht mehr der billige Freelancer. Du bist der, der Geschäft reinholt. Und das kauft man völlig anders ein. Ab da fühlen sich 1.500 bis 2.500 € im Monat pro Kunde normal an, nicht mehr verrückt.

Und merk dir: eine reicht. Du brauchst keine zehn Fallstudien für höhere Preise. Ein echtes Ergebnis mit echten Zahlen macht ab da in jedem Gespräch die Arbeit für dich.

So gehst du den Weg konkret

  1. Nimm deine ersten ein, zwei Kunden für 300 bis 500 € im Monat, auch wenn es sich klein anfühlt.
  2. Dokumentiere alles: Screenshots der Anfragen, Kosten pro Termin, Nachrichten vom Kunden.
  3. Bau daraus eine saubere Fallstudie mit echten Zahlen, keine schwammigen Aussagen.
  4. Geh mit dieser Fallstudie in den nächsten Pitch und nimm 1.500 € oder mehr, gerechnet auf seinen Umsatz.
  5. Wiederhole, bis dein Honorar an den Ergebnissen hängt, nicht an deinen Stunden.

Der echte Hebel: am Umsatz des Kunden ansetzen

Das ist der Teil, der den Widerstand auflöst. Wenn deine Anzeigen einem Kunden 10.000 € neues Geschäft bringen, ist ein Honorar von 2.000 € keine Ausgabe. Es zahlt sich zehnfach zurück.

Hör also auf, deinen Preis als "das nehme ich fürs Verwalten deiner Anzeigen" zu verkaufen. Verkauf ihn als Anteil an dem, was die Anzeigen einbringen. Wenn die Rechnung klar für ihn aufgeht, gibt es nichts mehr zu diskutieren.

Eine Fitnessstudio-Inhaberin feilscht nicht um 2.000 €, wenn die ihr 30 neue Mitglieder gebracht haben. Die Zahl wirkt nur groß, wenn sie allein dasteht, abgekoppelt von dem, was sie bringt. Häng sie ans Ergebnis, und sie wird klein.

Dein Preis wächst mit deinem Beweis, nicht mit deinen Stunden. Starte günstig, bau dir eine Bilanz, dann verhandeln die Ergebnisse für dich.

Häufige Fragen

Was nehme ich vom allerersten Kunden, wenn ich noch keine Ergebnisse habe?
300 bis 500 € im Monat sind ein fairer Start, solange du nichts vorzuweisen hast. In dieser Phase geht es nicht ums Einkommen, sondern um Beweise. Die Screenshots und Ergebnisse von diesen ersten Kunden sind dir später viel mehr wert als das Honorar.
Wann kann ich meine Preise realistisch erhöhen?
Sobald du ein konkretes Ergebnis mit Zahlen vorzeigen kannst, etwa eine bestimmte Zahl an Terminen oder Anfragen zu einem klaren Preis. Diese eine Fallstudie hebt dich von der 400-€-Spanne auf 1.500 € oder mehr im Monat, oft schon im ersten Jahr.
Warum sollte ich nicht nach Stunden abrechnen?
Weil der Kunde nicht deine Zeit kauft, sondern die Kunden, die deine Werbeanzeigen auf Facebook, Instagram und Google bringen. Nach Stunden zu rechnen deckelt dich bei deinem Aufwand und blendet das Ergebnis aus. Am Ergebnis anzusetzen lässt dieselbe Arbeit drei- bis fünfmal mehr verdienen, sobald du sie belegen kannst.
Wie rechtfertige ich 2.000 € im Monat vor einem Kunden?
Häng es an seine Zahlen. Wenn deine Anzeigen ihm 10.000 € neues Geschäft bringen, zahlt sich ein Honorar von 2.000 € zehnfach zurück. Verkauf den Preis als Anteil an dem, was er einnimmt, nicht als Kosten deiner Arbeit, dann löst sich der Widerstand.
Ist ein günstiger Startpreis ein Zeichen, dass ich schlecht darin bin?
Nein, das ist einfach deine Phase. Jeder fängt ohne Beweise an. Günstig zu starten ist ein bewusster Zug, um schnell eine Bilanz aufzubauen, kein Urteil über dein Können. Bau zuerst den Beweis, die Zahlen kommen dann von selbst.
Brauche ich viele Fallstudien, bevor ich mehr verlangen kann?
Nein. Ein echtes Ergebnis mit echten Zahlen macht ab da in jedem Gespräch die meiste Arbeit. Du brauchst keine zehn, du brauchst einen Kunden, auf den du zeigen und genau sagen kannst, was du für ihn geholt hast.